Mit Liebe von Hand abgefüllt: Arzneitee aus deiner Apotheke!-TEIL II

LA FRONT KAMILLE1Ja, die Kamille– arzneilich verwendet werden hier die Blüten (Matricariae flos)- ist ein wahrlicher Alleskönner.
Ihre Wirkungen sind nicht nur zahlreich, sondern auch gut belegt. Die im Teeauszug wirksamen Bestandteile sind Schleimstoffe, Flavonoide und ätherisches Öl. So wirkt dieses einzigartige Wirkstoffgemisch gegen Entzündungen und Krämpfe; regt den Hautstoffwechsel an und fördert die Wundheilung.


Wie wendet man die Kamillenblüten an?

Als Inhalation bei entzündlichen Erkrankungen bzw. Reizzuständen  der Luftwege; äußerlich als Bad bei Haut- und Schleimhautreizungen oder für Mundspülungen und klassisch als Tee bei Bauchkrämpfen oder Magen/ Darminfekten.

Kamillenblüten aus der Apotheke weisen einen hohen Gehalt an Wirkstoffen auf, die für die Wirkung ausschlaggebend sind. Kamille aus dem Lebensmittelmarkt hat meist eine deutlich niedrigere Qualität, denn hier wird nicht auf die Sorte geachtet und in den Filterbeuteln befindet sich das Kamillenkraut (also die ganze Pflanze anstatt der eigentlich für die Wirkung maßgeblichen Blüten).

TIPP: Frischer Kamillentee aus dem Garten schmeckt hervorragend, aber achten Sie darauf die richtige Sorte anzubauen!

Dosierungsanleitung und Art der Anwendung:
Soweit nicht anders verordnet, wird bei Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich 3 – bis 4mal täglich eine Tasse des wie folgt frisch bereiteten Teeaufgusses zwischen den Mahlzeiten getrunken: 1 gehäufter Esslöffel voll (ca. 3g) Kamillenblüten wird mit siedendem Wasser (ca. 150ml) übergossen, zugedeckt und nach etwa 5 bis 10 Minuten gegebenfalls durch ein Teesieb gegeben.
Zum Gurgeln, Spülen, Inhalieren und zur Bereitung von Umschlägen wird ein Aufguss in der angegebenen Menge oder dem benötigten Vielfachen wie folgt hergestellt: 3 bis 10g Kamillenblüten werden mit 100ml siedendem Wasser übergossen, zugedeckt und nach etwa 5 bis 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben.
Als Badezusatz werden 50g Kamillenblüten auf 10l Wasser eingesetzt. Hinweis: Der Aufguss darf nicht im Bereich des Auges angewendet werden.